Ethanol-Kamin - kein Rauch, kein Abzug

Haben Sie auch schon mal davon geträumt, abends bei Dunkelheit vor dem Kaminfeuer zu sitzen und den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen? Auch wenn vielen allein bei dem Gedanken daran ganz warm ums Herz wird, ist es manchmal nicht möglich, einen Kamin im Haus oder der Wohnung zu installieren. Wie Sie trotzdem mit ein wenig handwerklichem Geschick in den Genuss kommen und das ohne Anschluss, Schornstein und Zulassung, erfahren sie in diesem Beitrag.


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Der Ethanol Kamin, was ihn so besonders macht

Mit geringem Aufwand können Sie schnell und bequem einen Bio-Ethanol- Kamin zu Hause installieren. Der Kamin kann nahezu überall platzieren werden, auch in einer Mietwohnung. Die Anschaffungskosten sowie der Aufwand sind wesentlich geringer als bei anderen Kaminarten. Es fallen keine Anschlussgebühren, Kosten für den Schornsteinfeger und Genehmigungen an. Alles, was Sie zum Feuermachen brauchen, ist Bioethanol und ein Feuerzeug.


Es gibt verschieden Größen, Preise, Formen und Modelle. Mediterran, antik, auf einem Sockel, hängend oder in der Wand eingelassen, für jeden Geschmack ist genau der Richtige dabei. Mit ein wenig Geschick kann jeder Hobbyhandwerker bereits nach kurzer Zeit das Flammenspiel in den eigenen vier Wänden genießen.


Bei einem Bioethanol-Kamin handelt es sich wie bei einem richtigen Kamin um eine offene Feuerstelle, die allerdings, wie der Name schon sagt, durch das Entzünden von Bioethanol betrieben wird. Da auf Holz oder Holzkohle verzichtet wird, kommt es weder zu Rauch noch Rußentwicklung. Der Designerkamin ist nicht zu heizen der Wohnung konzipiert, hinterlässt dennoch eine leichte, angenehme Wärme. Durch das Verbrennen des Bioethanols entsteht Kohlenstoffdioxid, weshalb es anzuraten ist, die Zimmertür geöffnet zu lassen oder regelmäßig ein Fenster zu öffnen, um für ausreichend Sauerstoff zu sorgen.



Keine aufwändige Pflege

Die Pflege eines Ethanol-Kamins ist nicht annähernd so aufwendig wie die eines Holzkohleofens. Je nach verwendetem Brennmaterial, Gel oder Paste empfiehlt sich eine gründliche Reinigung alle 6 Monate. Bevor sie mit der Reinigung beginnen, lassen sie die Brennkammer so lange wie möglich an, bis nur noch geringe Mengen Bioethanol enthalten ist. Lassen Sie die Brennkammer mindestens 2 Stunden abkühlen, bevor sie diese entnehmen.


Befeuchten Sie ein weiches Tuch mit Bioethanol und entfernen Sie Ethanolreste und den Ruß, der bei dem Kontakt mit der Flamme entstanden ist. Damit der Kamin auch von außen wieder wie neu aussieht, reinigen Sie alle Oberflächen mit warmem Wasser und polieren diese anschließend trocken.


Worauf beim Kauf geachtet werden sollte

Der Kamin kann fertig oder als Bausatz gekauft werden. Achten Sie auf das Prüfzeichen gemäß DIN EN 16647 (bisher: DIN-Norm 4734). Hersteller haben die Möglichkeit, die Kamine beim TÜV auf die gesamte Sicherheit testen zu lassen. Das erleichtert die sicherheitsrelevanten Fragen. Informieren Sie sich, ob das gewünschte Modell für den gewählten Standort aufgrund der Wärmeentwicklung geeignet ist. Die Raumgröße spielt auch bei der Belüftung eine wichtige Rolle. Verwenden Sie ausschließlich hochwertiges Bioethanol. Keinesfalls sollte man aus Kostengründen minderwertigen Brennstoff oder gar Brennspiritus verwenden.


Ein Ethanol Kamin ist eine gute Wahl, wenn:

  • Ihr zu Hause die Anforderungen für einen Kamin nicht erfüllen.

  • Sie keinen Umbau vornehmen möchten.

  • Die Kosten für den Kamin überschaubar sein sollen.

  • Der Kamin nicht primär zum Heizen gedacht ist.

  • Sie kein schweres Holz oder Kohle tragen möchten oder keine Lagermöglichkeiten haben.



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