Was ist beim Versenden von Sperrgut zu beachten

Alles, was bis zu einer bestimmten Größe nicht in rechteckige Kartons passt, wird in der Logistik als Sperrgut bezeichnet. Beim Versenden von Sperrgut gibt es gewisse Dinge zu beachten.


Zum Sperrgut gehören Sendungen, die an den Transport durch ihre Größe, oder uneinheitliche Form besondere Ansprüche stellen. Die Versandanbieter definieren Sperrgut dabei unterschiedlich und beschränken den Versand bei Maßen und Gewicht: Alles, was größer als 120x60x60 Zentimeter ist, abstehende Teile oder keine formstabile Verpackung hat, gilt bei DHL als Sperrgut. Säcke, Reifen, Rollen, Holzkisten, Plastikeimer und Co. klassiert GLS als „nicht-bandfähig“, also nicht geeignet fürs Förderband bei der automatischen Sortierung.


Aber auch Sperrgut hat Grenzen. DHL und Hermes versenden nur bis 31,5 Kilogramm, besonders zerbrechliche oder teure Waren schließt GLS unter anderem aus. Ein Fall für die Spedition werden so besonders unhandliche oder schwere Sendungen. Bei Paketen über zehn Kilogramm und über 300 Zentimeter Gurtmaß ist der Versand von Sperrgut zudem umsatzsteuerpflichtig.


Tipps zu Versicherung und Sperrgut-Gebühren


Vor dem Versand sollte der Versicherungswert in jedem Falle geprüft werden. Bei sehr teurer Ware, die den Versicherungswert übersteigt, empfiehlt sich zusätzlich eine externe Versicherung.

Der Erhalt einer Sendung sollte erst quittiert werden, nachdem die Vollständigkeit des Inhaltes kontrolliert wurde. Wer den Empfang quittiert, bestätigt, die Ware unversehrt und vollständig erhalten zu haben. Fehlt etwas, besteht nach Quittierung keine Chance mehr auf Rückerstattung.


Um die Gebühren für Sperrgut zu vermeiden können Absender größere Kartons verwenden, die abstehende Teile umfassen – hier Leerräume unbedingt mit Füllmaterial sichern!


Sonderfall Rollenform: bei Plakaten oder Landkarten in einer Transportröhre fällt eine sogenannte Rollenmarke zusätzlich zur Versandmarke an. Viele Rollen passen jedoch in größere Kartons und machen die Rollenmarke damit überflüssig.


Paket-Bündel vermeiden: Einzelne, aber zusammengehörende Pakete sollten nicht mit Transportband gebündelt werden, da dies die automatische Sortierung überfordert und damit zum Sperrgut wird. Gut gekennzeichnet und ausreichend frankiert, erreichen die einzelnen Sendung auch auf konventionellem Weg ihr Ziel.


Das kosten Sperrgut-Sendungen

Für den Mehraufwand, der beim Sortieren per Hand entsteht, veranschlagen die Logistiker eine zusätzliche Servicegebühr. Zusätzlich zum Paketpreis bezahlen DHL-Kunden 22,50 Euro. Hermes bietet verschiedene Optionen von Sperrgutransporten an. Der Versand eines Fahrrads zum Beispiel kostet hier ab 39,90 Euro samt Abholung. Das XL-Paket tritt bei GLS ihre Reise für rund 16 Euro an. Da die einzelnen Anbieter verschiedene Vorgaben für Sperrgut haben, ist der Preisvergleich nicht immer einfach. Ein genauer Blick auf Maße, zusätzliche Services wie Abholung und Versicherung kann sich jedoch durchaus auszahlen.

Ein Vergleich lohnt sich bei der Versicherung von Sperrgut

Bei fast drei Milliarden Paketsendungen, die pro Jahr aufgegeben werden, kommt es fast zwangsläufig auch zu verlorenen, unauffindbaren oder beschädigten Paketen. Laut Handelsgesetzbuch sind Paketdienste verpflichtet, bei einem Schaden oder Verlust zu haften, sofern das Paket versichert wurde. Ist dies nicht der Fall, kann der Verlust weder nachgewiesen noch erstattet werden. Wer sich gerade beim Sperrgutversand gegen diese Risiken absichern möchte, sollte seine Sendung im Voraus versichern lassen.


Beim Fahrradversand haftet Hermes auch ohne Zusatzversicherung mit bis zu 1000 Euro. DHL integriert eine Haftung bis 500 Euro. Wenn das Sperrgut wertvoller ist, gibt es Transportversicherungen schon ab sechs Euro, die einen Wert bis zu 2500 Euro abdecken. Bekannte Versandunternehmen und Lieferdienste bieten unterschiedliche Konditionen an. Ein Vergleich lohnt sich also.


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